Geplante Veranstaltungen

JERUSALEM MATZOS

Ökumenische und interreligiöse Impulse erhielt das Gemeindefest durch die Beteiligung vom römisch-katholischen Diakon Wolfgang Lenz und dem Vorsitzenden der Liberalen Jüdischen Gemeinde/LJG, Michail Pikus. Auch zeigten drei Tänzerinnen der LJG, die jeden 2. Und 4. Samstag im Monat in unserem evang. Gemeindehaus zum Mittanzen einladen, verschiedene Tanzdarbietungen. Schön zu erleben, wenn Christen und Juden unkompliziert Tänzchen wagen und Freude miteinander haben. Ich war beeindruckt, wie „jung“ Tanzen auch im Alter hält… Kurz zuvor hatte Herr Pikus der Gemeinde St. Andreas 1.000 Gramm Matzen geschenkt. 1 Kilo Brot mag nun eine*r denken, ist doch in ein paar Tagen aufgegessen. Matzen ist jedoch ein besonderes, jüdisches Brot. Es ist superflach, geschätzt dreimal so dünn wie Knäckebrot, weil es NICHTS beinhaltet, was das Brot hätte gären lassen können, wie z.B. Sauerteig oder Hefe. Die einfachen Zutaten Wasser und Mehl, auf einfachem Feuerstein gebacken, sollen jede Jüdin, jeden Juden beim Essen an die Hektik des Aufbruchs jener biblischen Zeit erinnern, als die Vorfahren in Ägypten als Sklav*innen z.B. die Pyramiden mitbauten. In die Freiheit des gelobten Landes Israel von Gott geführt – dafür steht jede dünne Matzenscheibe: als Erinnerung an die geschichtlichen Zeiten, an die Geschichten des ersten Testaments, die bis heute nicht nur insbesondere für Jüd*innen, sondern auch für Christ*innen und Muslim*a*s von theologischer Wichtigkeit sind. Beim Gemeindefest in St. Andreas haben wir jeweils 500g Matzen aufgeteilt, auf die KiTa und für den Abendmahls-Einsatz in der Kirche. Für mich steht die „Dünnheit“ des Matzenbrotes in völligem Gegensatz zu dessen bedeutungsschwerer „Gewichtigkeit“ im Judentum. Gott war Mose erschienen und hatte das Signal zum unmittelbar bevorstehenden Aufbruch von den Fleischtöpfen Ägyptens angesagt. Keine Zeit sollte zum langen Packen und Vorbereiten bleiben: Im Stehen war die letzte Mahlzeit zu essen. Wer heute einmal zum Passah-Mahl bei einer jüdischen Familie eingeladen ist, der erlebt, mit wie viel Ruhe heute jener einstigen Hektik vor dem Aufbruch gedacht wird. Gelobtes Land ist für viele Jüd*innen nach wie vor heute auch Deutschland. Das Fest zum Auszug aus Ägypten, das jüdische Pessach oder Passah (Vokale sind in den semitischen Sprachen und Dialekten nicht so wichtig wie die Konsonannten) erinnert heute an das Eingebundensein in die Kultur, an die religiöse Selbstvergewisserung und auch an den Kreislauf der Natur. Es ist ja kein Zufall, dass das Pessach-Fest beim ersten Frühlings-Vollmond gefeiert wird. Leben beginnt neu mit Gott. Immer wieder. Kai Schäfer,  

 Kai Schäfer, Pastor

Seniorenklub

11.05.19     12.00-15.00 

Für Teilnahme bitte anmelden via E-Mail oder telefonisch (Kontakte s. unten)

Termine 

 

Sa. 21.09.19

 

 

Sa.  28.09.19

 

 

Sa.  5.10.19

 

 

Sa.  12.10.19

 9.30

 

 

9.30

 

 

9.30

 

 

9.30

 

 Schabbat

 

 

Schabbat

 

 

 Schabbat

 

 

 Schabbat