Chag Schawuot Sameach!

Am 6. Siwan - der in diesem Jahr auf den 31. Mai fällt - feiern wir Juden auf der ganzen Welt Schawuot! Das Wochenfest hat seinen Namen, weil es - gezählt vom 1. Pessachtag an - 7 x 7 Wochen plus einem Tag nach Pessach stattfindet. Es ist wie Pessach und Sukkot eines der drei Wallfahrtsfeste und war zunächst ein Erntedankfest, an dem die Bauern die Erstlinge der "sieben Arten" (Gerste, Weizen, Trauben, Feigen, Granatäpfel, Oliven und Datteln) in den Tempel brachten. Es hat wie Pessach mit der Zeit einen Bedeutungswandel erfahren und erinnert nun an die Offenbarung der Zehn Gebote am Berg Sinai, weshalb für die Thoralesung auch der Abschnitt aus Exodus 19 - 20 vorgesehen ist. Dabei werden die Zehn Gebote von der Gemeinde im Stehen gehört. Gelesen wird auch das Buch Ruth, die Geschichte der Moabiterin, die sich aus Liebe zu ihrer Schwiegermutter Noemi dem Volk Israel und seiner Religion anschloss.

 

In Israel ist es heute üblich, Erstlingsfrüchte - Obst und Gemüse - an Arme zu verteilen. Bei uns ist es Brauch, zu Schawuot Haushalt und Synagoge mit Blumen und grünen Pflanzen zu schmücken, denn in der Erzählung heißt es, dass der Berg Sinai bei der Übergabe der Thora plötzlich voller Blumen, Bäume und Gras gewesen sei. Und wie jeder Feiertag, hat auch Schawuot seine traditionellen Speisen: Da die Thora für jeden die Quelle des Lebens ist, wie die Milch für den Säugling, essen wir an Schawuot Milchiges.

 

Wir freuen uns über sehr herzliche Grußwörter aus Israel

Der israelische Rabbiner Gregory Kotler schreibt an uns:

 

"Liebe FreundInnen und KollegInnen in den jüdischen Gemeinden Deutschlands! Ich möchte allen zu Schawuot - dem Tag der Gabe der Tora - gratulieren! Ich wünsche Ihnen ein frohes

Fest! Ich lade Sie ein, sich auf der Website der israelischen Reformbewegung  über dieses wunderbare Fest anhand weiterer Materialen auf russisch zu informieren."