Der jüdische Friedhof in Stockelsdorf

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Als das Dorf Facken-Bourg um das Jahr 1800 in der dänisch verwalteten Nähe Lübecks gegründet wurde, gab es dort den jüdischen Friedhof schon seit einigen Jahren. So ist es vorgekommen, weil der  Gutshof-Verwalter, der Jude Philibert Fack (von diesem Namen ist der Dorfname abgeleitet), im Jahr 1753 ein Stück Land vom Gutsherrn zugesprochen bekam. Nach und nach siedelten sich immer mehr jüdische Familien aus dänischen Hamburgsvororten (Altona, Moisling) dazu, und der Ort entwickelte sich zu einem betriebsamen Handelsplatz für verschiedene Güter.

Nach der Judenemanzipation 1848 zogen die erfolgsorientierten Bewohner von Facken-Bourg mit der Zeit nach die naheliegenden Metropolen Hamburg und Lübeck. Die Dorfgegend wurde in die Verwaltung Lübecks mit eingeschloßen und intensiv aufgebaut.

Heute liegt das Gelände des Friedhofs verborgen zwischen Wohnhäusern und Parkplätzen. Es sind noch 37 traditionell gestaltete Grabsteine erhalten. Manche der Inschriften sind im Laufe der Jahrhunderte stark verwittert, einige Steine fehlen bis auf kleine Überreste.

Der Forschungskreis jüdischer Friedhof Stockelsdorf 

arbeitet seit 2017 an der Transkription und Übersetzung der Grabinschriften. Bei 18 Grabsteinen konnten wir bereits im nicht restaurierten Zustand eine komplette Abschrift vornehmen. Hier folgen einige Beispiele.

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Mehr Informationen zu den Inschriften und einen interaktiven Lageplan des Friedhofs finden Sie auf der Webseite des Forschungskreises.