Innenstadt

Schüler gestalten Gedenkgottesdienst

OzD engagiert sich seit Jahren am Tag des Gedenkens an die Opfer
des Nationalsozialismus

Innenstadt. Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (Sonnabend, 27. Januar) findet im Dom wieder ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt.

 

Einen wichtigen Beitrag leisten dabei seit Jahren Schüler der Oberschule zum Dom (OZD). Zudem sind in diesem Jahr erstmals Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck dabei.

 

„Schüler unserer Schule übernehmen immer einen Teil dieses Gedenkgottesdienstes und sind nunmehr das siebte Mal dabei“, sagt Evelin Grönebaum, Fachleitung Religion (OzD), erfreut. Insgesamt gehören fünf Schüler zum Team, die von der Lehrerin unterstützt werden. „Ich rege die Beiträge an, schreibe selbst und organisiere die Aufgaben, die in den Gottesdienst eingebettet werden“, sagt die Fachleiterin, die an der Gesamtplanung teilnimmt. Dieses Jahr lesen die Schüler angesichts der neuen und besonderen Teilnahme der jüdischen Gemeinde „Das Lied am Schilfmeer“ und tragen im Wechsel mit einem jüdischen Teilnehmer das Gebet zum Gedenken an die Opfer der Schoa vor.

 

Für den Gottesdienst trifft sich die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen und der OzD drei bis fünf Mal. Dabei werden die Rollen sowie Beiträge wechselnd verteilt. „Die Vielfalt dieses Arbeitskreises ist wirklich toll.“ Ähnlich äußert sich Pastorin Margrit Wegner von der Domgemeinde: „Der Gottesdienst ist uns ein wichtiges Anliegen, und es ist uns eine große Ehre, dass zum ersten Mal Mitglieder der Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck dabei sein werden. Es gibt sogar eine jüdisch-christliche Dialogpredigt.“

 

Zu den Mitwirkenden zählen dieses Jahr außerdem Hartmut Rohmeyer (Orgel), Kantor Walter Joshua Pannbacker und Maya Appen von der Liberalen Jüdischen Gemeinde Lübeck, Pastorin Bettina Kiesbye (St.Markus) und Gisela Gaedeke von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Pastorin Imke Akkermann-Dorn von der Reformierten Kirche und Vertreter der katholischen Gemeinde.

 

Rückblickend erklärt die Fachleiterin, dass es jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt gab. „ Im vergangenen Jahr haben wir für jede Straße, in der Stolpersteine liegen, die Namen der Opfer verlesen und eine Kerze angezündet. Das war sehr beeindruckend.“ In den Jahren davor haben die Schüler sich zu Auschwitz und der Verantwortung, die wir heute noch tragen, geäußert. „Die Beiträge sind sehr variabel und immer dem Thema und der Altersklasse, die daran teilnimmt, angepasst.“ Beim kommenden Gottesdienst am 27. Januar um 18 Uhr sind erstmals keine Oberstufenschüler dabei, sondern Jugendliche aus einer achten Klasse.

 

„Diese haben schon sehr oft und zuverlässig für andere Gottesdienste unserer Schule Beiträge übernommen“, so Grönebaum.

 


eine Pressemitteilung bei

Dom zu Lübeck

http://dom-zu-luebeck.de/gemeinde/aktuelles/holocaustgedenkgottesdienst_2018.html

27. Januar, 18 Uhr im Dom: Gottesdienst am Gedenktag für die Opfer des Holocausts.
Am Sonnabend, dem 27. Januar, jährt sich zum 73. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. An diesem Tag gedenken wir um 18 Uhr im Dom in einem Gottesdienst der Opfer der Schoa.

In diesem Jahr berührt es uns sehr, dass zum ersten Mal Mitglieder der Liberalen
Jüdischen Gemeinde Lübeck dabei sein werden. Es gibt sogar eine jüdisch-christliche Dialogpredigt!


Vorbereitet wird dieser Gottesdienst gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft
christlicher Kirchen, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit sowie Schülerinnen und Schüler der Oberschule zum Dom - und nun eben auch zum ersten Mal von Mitgliedern der Liberalen Jüdischen Gemeinde.

Herzlich willkommen!


11.02.2017

Lübecker Nachrichten